Aigues Mortes und Saintes-Maries-de-la-Mer


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    Aigues Mortes


    28. Mai 2014. Nach unserem Reinfall in Spanien und der vergeblichen Suche nach einem Wohnmobilstellplatz in der spanischen Stadt Roches, fuhren wir wieder zurück nach Frankreich. Nun war es an der Zeit uns einen neuen Wohnmobilstellplatz für die nächste Nacht zu suchen. Wir wurden fündig und fanden einen Wohnmobilstellplatz in der Stadt Aigues Mortes. Als wir diesen Platz anfuhren, war uns klar, dass wir auf diesem Platz nicht eine Nacht verbringen wollten. Der Platz befand sich direkt in unmittelbarer Nähe der Festung von Aigues Mortes. Ein Touristenhotspot. Nein Danke. So setzten wir unsere Suche weiter fort.


    Camping Concept car - Pisces Silver

    Camping Concept car – Pisces Silver

    (Ehemals: Les Poissons d’Argent in Aigues-Mortes)
    Mehr zu: CampingConcept-car-Pisces-Silver


    Ein Wohnmobilstellplatz an den Salinen von Aigues-Mortes


    Auf der Nationalstraße, die nach Aigues-Mortes führt, entdeckten wir einen Wohnmobilstellplatz mitten in dem Gebiet, in denen sich die Salinen befinden. Ein etwas holpriger Weg führte uns nach einer Weile zu einem Restaurant. Und genau dort befindet sich der Wohnmobilstellplatz. Da er sich etwas abgelegen von der Nationalstraße befindet, bekommt der Besucher von dem Straßenverkehr kaum etwas mit. Die Gegend um die Salinen sind inzwischen, da sie nicht mehr bewirtschaftet werden, ein ausgewiesenes Vogelschutzgebiet. Dieser Platz gefiel uns auf Anhieb und wir beschlossen dort die Nacht zu verbringen.


    Spaziergang entlang der Salinen in Aigues Mortes.
    Spaziergang entlang der Salinen in Aigues Mortes.

    Wanderung entlang der Salinen in Aigues Mortes
    Wanderung entlang der Salinen in Aigues Mortes.

    Die Salinen von Aigues Mortes dienten früher zur Ernte von getrockneten Meersalz
    Die Salinen von Aigues Mortes (totes Wasser) dienten früher zur Ernte von getrockneten Meersalz.


    Den restlichen Tag verbrachten wir mit einem langen Spaziergang mit unseren Hunden entlang der Salinen. Am Ende des Tages stand für uns fest, dass wir diesen Ort nicht zum letzten Mal besucht haben.


    Das Highlight dieser Tour. Saintes-Maries-de-la-Mer


    29.Mai 2012. Unsere Reise ging nun weiter. Nach dem Frühstück und einem Spaziergang mit den Hunden, verließen wir den Stellplatz in der Nähe von Aigues Mortes. Unser nächstes Ziel. Saintes-Maries-de-la-Mer. Dieser Ort befindet sich direkt am Mittelmeer und verfügt über ein eindrucksvolles Naturschutzgebiet. Wir hatten schon viel von diesem Ort gehört und gelesen. Jeder schwärmte davon. Es wurde Zeit einmal dort hin zu fahren um uns zu überzeugen, dass alle diese Geschichten wahr sind.


    Wohnmobilstellplatz Caming la Brise Saintes-Maries-de-la-Mer

    Wohnmobilstellplatz Caming la Brise Saintes-Maries-de-la-Mer

    Mehr zu: “Wohnmobilstellplatz-Caming-la-Brise-Saintes-Maries-de-la-Mer“



    Ankunft auf dem Wohnmobilstellplatz. Eine Enttäuschung.


    Gegen Mittag erreichten wir auch diesen Ort und fuhren auf den öffentlichen Wohnmobilstellplatz. Es ist nur möglich auf diesen Platz zu gelangen, wenn an der Einfahrt 10 Euro entrichtet werden. Erst dann öffnet sich die Schranke. In dem Preis ist VE enthalten. Leider gibt es keinen Strom und die Parktaschen sind recht eng. Vom Meer ist hier weit und breit nichts zu sehen, da sich ein hoher Steinwall zwischen dem geteerten Platz und dem Meer befindet. Wir waren sehr enttäuscht.


    Strandwanderung am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Frühling in der Camargue. Strandwanderung am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer.


    Eine Überraschung


    Trotzdem wollten wir bleiben, parkten unser Wohnmobil und beschlossen etwas mit den Hunden „Gassi“ zu gehen. Von dem Stellplatz führt ein versandeter Weg zum Meer. Nach etwa 100 bis 200 Metern befindet sich auf der linken Seite ein flaches Gewässer mit Flamingos und auf der rechten Seite das Meer. Ein großes Schild weist explizit darauf hin, dass hier keine Wohnmobile am Strand erlaubt sind.


    Unser Stellplatz am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Unser Stellplatz am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer.


    Aber was sahen wir dort? So weit das Auge reicht standen dort Wohnmobile im Abstand von 50 bis 100 m von einander entfernt am Strand verteilt. Das ist doch eigentlich wildes Kampieren. Wir überlegten hin und her, ob wir uns auch dorthin stellen sollten. Unsere korrekte deutsche Seele sträubte sich energisch dagegen.


    Unser Stellplatz am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Unser Stellplatz am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer.


    Freistehen und unser holländisches Erlebnis


    Unsere negative holländische Erfahrung und unser deutscher Ordnungssinn sagten „Nein“. Am Ende siegte aber der, in all den Jahren noch übriggebliebene Freigeist in uns. Wir sollten es nicht bereuen. Zugegeben etwas mulmig war es uns schon, da es uns in den Niederlanden schon einmal 150 Euro kosten sollte, einschließlich Ladung zum Gerichtstermin nach Middelburg. Wir schalteten damals einen Anwalt ein. Das Verfahren wurde dann niedergelegt. Aber die Anwaltskosten hatten wir an der Backe.


    Obwohl wir eine Zeitlang fast jedes zweite Wochenende dort waren (Wir hatten zudem einen Wohnwagen dort auf einem festen Stellplatz) meiden wir seit diesem Vorfall die Niederlande.


    Spaziergang am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Spaziergang am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer.


    Liebe Holländer, es geht auch anders


    Um das was dann am nächsten Morgen geschah nehmen wir hier erst einmal vorweg.
    Am Morgen des nächsten Tages kam ein Mann in Uniform auf einem Quad angefahren, der, so glaubten wir, zum Ordnungsamt der Gemeinde gehörte. „Oh Schreck“. Aber der Mann war nicht vom Ordnungsamt. Er fragte uns ganz freundlich nach dem Ticket, dass wir am Vortag bei der Einfahrt auf den Parkplatz erworben hatten.


    Nachdem er es kontrolliert hatte, fragte er ob wir noch bleiben möchten, verabschiedete sich freundlich und fuhr zum nächsten Wohnmobil. „Liebe Holländer. Ihr seht, es geht auch anders.“ Jeder ist glücklich. Die Gemeinde, die hier Geld für einen Platz bekommen, der normalerweise keinen Ertrag bringen würde. Und glückliche Wohnmobilfahrer, die an einer wirklich landschaftlich exponierten Stelle stehen dürfen. Eine Werbung für einen Ort, der nichts kostet.


    Reiter am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Reiter am Strand von Saintes-Maries-de-la-Mer. Das werden wir eines Tages auch einmal machen.


    Ein Fahrradausflug in den Ort Saintes-Maries-de-laMer


    Am Nachmittag machten wir mit den Fahrrädern einen Ausflug in den Ort. Saintes-Maries-de-la-Mer befindet sich in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Département Bouches-du-Rhône. Der Verwaltungsbezirk ist Arles.


    Blick vom Strand hinüber zum Ort Saintes-Maries-de-la-Mer

    Einige Infos zu Saintes-Maries-de-la-Mer

    Mehr zu: Saintes-Maries-de-la-Mer



    Saintes-Maries-de-la-Mer, ein Wallfahrtsort

    Die zwei Marien und die heilige Sara

    Darstellung der beiden Marien, Maria Salome und Maria Jacobea, auf ihrem Boot bei der Landung in Sainte-Maries-de-la-Mer. Jedes Jahr pilgern viele Menschen an diesen Ort.
    Eine weitere heilige die hier verehrt wird ist die schwarze Sara in der Kirche von Les-Sainte-Maries-de-la-Mer.


    Van Gogh und die Zeit des Impressionismus


    Fischerboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer ” von van Gogh.
    Ein wunderbares Gemälde. Fischerboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer ” von Vincent van Gogh.


    Im Juni 1888 entstand hier das berühmte Gemälde „Fischerboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer ” von Vincent van Gogh.


    Saintes-Maries-de-la-Mer
    Saintes-Maries-de-la-Mer.

    Das Musée Baroncelli in Saintes-Maries-de-la-Mer
    Das Musée Baroncelli in Saintes-Maries-de-la-Mer.


    Die Zeit der Subkultur und der Beat-Generation


    In den 1950/60er Jahren wurde die Stadt zu einem beliebten Ort der Subkultur von intellektuellen Künstlern und auch die Beat- Generation eroberte diese Stadt.


    Kirche Notre-Dame-de-la-Mer in Saintes-Maries-de-la-Mer
    Kirche Notre-Dame-de-la-Mer in Saintes-Maries-de-la-Mer.

    Statue eines Camargue Pferdes auf einem Brunnen in Saintes-Maries-de-la-Mer
    Das Camargue Pferd als Statue auf einem Brunnen in Saintes-Maries-de-la-Mer.


    In jedem Sommer treffen sich hier die Gitanes (Zigeuner). Für sie ist die Stadt ein religiöser Treffpunkt. In dieser Zeit ist der Flamenco allgegenwärtig. Leider waren wir bei unserem Besuch der dieser Stadt zu früh dran. Aber irgendwann werden wir uns dieses Treffen mal ansehen.


    Mehr zu: Zigeuner oder Sinti und Roma. Was ist richtig oder falsch?

    Boule-Platz vor dem Rathaus von Saintes-Maries-de-la-Mer
    Boule-Platz vor dem Rathaus von Saintes-Maries-de-la-Mer.

    Des Franzosen liebstes Spiel. Boule
    Des Franzosen liebstes Spiel. Boule.


    Das Naturschutzgebiet


    Am späten Nachmittag stand ein Ausflug in das Naturschutzgebiet auf dem Plan. Von unserem Wohnmobil waren es nur ein paar Meter, denn wir standen mit dem Wohnmobil direkt an dem seichten Wasser, dort wo sich hunderte von Flamingos ihr Abendbrot aus dem Wasser fischten. Die typische rosa Farbe kommt daher, dass sie während der Futteraufnahme auch planktonichen Algen, die auch Carotinoiden enthalten aufnehmen.


    Unterwegs begegneten uns diese Gardian
    Unterwegs begegneten uns diese Gardian. Sie führten einen jungen Stier mit sich.


    Diese starke Färbung findet man nur bei wild lebenden Tieren. In den Zoos wird dieser Effekt nur durch Zusatz von Karotin erreicht. Aber nicht nur die Flamingos finden hier den idealen Lebensraum. Auch solche Vögel wie Stelzenläufer, Kuhreiher oder verschiedene andere Vögel sind hier zu hause.


    Nach einer kleinen Einweisung saßen wir nun auf den Camargue Pferden.
    Vorbei an den vielen Sielen durch das Naturschutzgebiet der Camargue. Einfach großartig.


    Die Camargue-Pferde


    Aber auch die Zucht der frei lebenden Camargue-Pferde ist hier weit verbreitet. Diese Pferde, so erklärte mir die Besitzerin des Ponyhofs, sind keine Wildpferde. Sie gehören einzelnen Besitzern und leben das ganze Jahr auf den weit läufigen Wiesen (wildes Gestüt) in der Camargue. Wir nahmen uns vor, dass wir irgendwann einen Ausritt auf diesen Pferden buchen. (Nachtrag: 2016 war es soweit. Ausritt auf den Camargue-Pferden)


    Flamingos. Die hohe Kunst des Ballett
    Flamingos. Die hohe Kunst des Ballett.



    Erst als langsam die Sonne blutrot im Mittelmeer versank, machten wir uns wieder auf den Rückweg zu unserem Wohnmobil. Am Abend mussten wir beide feststellen, dass Saintes-Maries-de-la-Mer das „Highlight“ unserer Reise ist. Wir werden diesen Ort sicher irgendwann mal wieder besuchen.



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