Adieu Puerto Deportivo Almerimar


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    Ein Erfolgserlebnis. Die Fahrt zur Tankstelle


    20. Januar. Es war an einem Nachmittag. Wir wollten in unserem Boiler der “Truma” Wasser heiß machen. Alles Normal. Doch dann machte es “Klack” und an unserem Display blinkte eine rote Warnleuchte. Das ist das Zeichen, dass die Gasflasche leer ist. Nun musste es sich herausstellen ob der von uns angeschaffte Hundeanhänger zum Transport einer Gasflasche geeignet ist. Und siehe da, die leere Gasflasche passte dort genau hinein. Aber wie verhält sich nun dieser beladene Anhänger hinter dem Fahrrad?


    Rapsol Gas.
    Repsol. Eine spanische Gasflasche. Erhältlich als Butano oder Propano. Der Unterschied ist: Propan siedet bei -42 °C (ideal für den Winter/Außeneinsatz) und Butan bei ca. -0,5 °C (nur für Sommer/Innenbereich)


    Nun den Berg hinauf musste ich schon mit der höchsten Leistungsstufe fahren. Aber der Anhänger lief leicht und ruhig. Auch war es körperlich nicht sehr anspruchsvoll. Aber bis dahin waren nur 11 kg im Anhänger. Wie verhält er sich wenn sich das doppelte Gewicht in ihm befindet?


    Noch ein Erfolgserlebnis. Die Rückfahrt


    An der Tankstelle mit dem REPSOL-Service tauschten wir die Flasche gegen eine Volle. Nun befanden sich in unserem Hundeanhänger 23 kg. Die Steigung bis zum Kreisverkehr schafften wir relativ leicht. Dann ging es steil bergab. Gut dass das E-Bike über zwei kräftige Bremsscheiben verfügt. Auch diese Herausforderung schafften wir bzw. der Hundeanhänger und das E-Bike ohne Probleme. Eine neue Flasche und wieder einmal hatten wir ein Problem gelöst.


    Radweg von der Repsol-Tankstelle hinauf bis zum Kreisverkehr
    Der Radweg von der Repsol-Tankstelle hinauf bis zum Kreisverkehr kurz vor Almerimar. Dann geht es nur noch bergab.

    Fahrrad-Hundeanhänger
    Dieser Fahrrad-Hundeanhänger ist eine Neuanschaffung. Aber für was soll er gut sein? Bestimmt nicht für unsere Hunde. In erster Linie dient er als Transportmittel um größere Dinge mit dem E-Bike zu transportieren. Zum Bespiel eine Gasflasche. Aber auch andere Dinge. Nachdem Gebrauch kann er komplett zusammengeklappt werden und lässt sich so sehr platzsparend im Wohnmobil verstauen.


    Sturm und Regen am Alboran Meer


    21. Januar 2026. Leider hatten wir in den letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass auch diese Region in Südspanien, in der wir uns zur Zeit aufhalten, nicht unbedingt ein Garant für schönes Wetter ist. Ganz im Gegenteil. Tagelange Stürme, Regen und sinkende Temperaturen in der Region um das Alboran Meer. Und hier im Hafen speziell eine Dauerbeschallung, wenn der Wind durch die Takelage der Segelyachten, die sich dort im Hafenbecken befinden, pfeift. Diese Heulen und Geklapper raubte uns Nachts den Schlaf. Aber was noch in den folgenden Tagen an Sturm aufkam übertraf alle Stürme, welche wir in den letzten Jahren auf unseren Reisen erlebten.


    Sturm über dem Alboran Meer
    Ein Sturm am Alboran Meer, das ein Teil des Mittelmeers ist, hielt uns Tagelang am Platz fest.

    Ein Sturm über dem Mittelmeer 2026
    Ein heftiger Sturm über dem Mittelmeer. Die Brandung wird immer stärker.


    Bald verlassen wir den Hafen


    Noch zwei Wochen, dann ist unsere Zeit hier abgelaufen und wir verlassen diesen Wohnmobilstellplatz. Damit beginnt unsere Rückreise nach Deutschland. Unterwegs werden wir noch einige Abstecher machen. Wir freuen uns schon darauf. Aber diese Entscheidungen, wo wir noch eine Weile bleiben möchten, werden wir dann ganz spontan treffen. Der beste Plan ist der, keinen richtigen Plan zu haben. Aber im Augenblick ist es überall in Südspanien wettermäßig nicht zum Besten bestellt.


    Hilde und Emmy am Strand
    Hilde und Emmy am Playa de Poniente in Almerimar. Im Hintergrund einer der drei Parkplätze die von sogenannten “Freistehern” belegt sind. Allerdings ist das Parken und Übernachten auf diesem Parkplatz ausdrücklich für Wohnmobile verboten. Auf einem Schild werden hier 95 Euro für das Parken von Wohnmobilen angedroht. Aber was soll’s.

    Eine Entscheidung und was nehmen wir mit


    Was auch immer kommen mag, so haben wir nach langen Überlegungen und unseren Erfahrungen in dem letzten und vor allen Dingen in diesem Jahr beschlossen in Zukunft diesen Ort hier in Spanien nicht mehr anzufahren. Uns ist hier klar geworden, dass es nicht unser Ding ist so lange an einem Ort zu bleiben. Aber ob wir das Land Spanien überhaupt noch einmal besuchen werden lassen wir dabei offen.


    Pläne für unseren Aufenthalt in Deutschland


    Unser Plan für den Sommer. Wir werden den Sommer, den wir zum großen Teil in Buchholz im Westerwald verbringen werden, dazu nutzen, um uns einige Orte in Deutschland anzuschauen. Hilde hat schon einige grobe Pläne für diese Touren. Das wird sicher sehr interessant werden. Denn auch Deutschland hat Einiges zu bieten.


    Das Niestetal an der Fulda
    Das Niestetal an der Fulda

    Der Rursee bei Woffelsbach
    Der Rursee bei Woffelsbach.

    Ehrwald in der Nähe der Zugspitze
    Ehrwald in der Nähe der Zugspitze.

    Bodensee 2009
    Der Bodensee


    Überwintern. Kroatien, Griechenland oder Sizilien


    Natürlich möchten wir, wenn es uns möglich ist, in diesem neuen Jahr auch wieder den Winter im Süden verbringen. Eine Möglichkeit die wir nach einigen Überlegungen ins Auge gefasst haben, wäre die nächste Tour zum “Überwintern” statt nach Spanien zu reisen, lieber einmal Touren zum Überwintern nach Kroatien oder Griechenland zu unternehmen. Aber auch Sizilien wäre eine Alternative und wäre sicher sehr interessant.


    Rovinj in Kroatien
    Kroatien.

    Der Canale Grande in Venedig
    Italien


    Zwar ist es im Winter dort in der Regel nicht so warm wie in Südspanien, (zur Zeit ist es hier allerdings kälter als in Sizilien) dafür aber hoffentlich nicht so überlaufen. Kroatien und Italien hatten wir vor vielen Jahren schon mehrmals bereist. Wir erinnern uns sehr gerne an diese Reisen. Aber das Jahr ist noch jung. Also warten wir ab was in diesem Jahr noch alles passiert.


    Und schon wieder Sturm


    25. Januar. Und noch immer wütete der Sturm in Südspanien. In der Nacht war es verhältnismäßig ruhig. Aber dafür holte er am Morgen das Versäumte wieder kräftig nach und legte noch Einen oben drauf. Trotz Stützen schwankt das ganze Wohnmobil hin und her. Wie gut, dass wir am Vorabend noch Ver- und Entsorgt hatten. Laut Wettervorhersage sollte sich in den nächsten Tagen an diesem Zustand kaum etwas ändern.


    Eine schlechte Prognose


    26. Januar. Die Prognose? Es kann zu Sturmspitzen von bis zu 100 km/h kommen. Wir fasten den Plan diese Region so schnell wie möglich zu verlassen. Leider ging das nicht ohne Weiteres, da Hilde am Morgen des nächsten Tages noch einen wichtigen Arzttermin hatte. Aber es gab noch ein anderes Problem. Die Wettervorhersage sagte uns, dass es wohl in ganz Südspanien dieses Wetterphänomen zur Zeit gibt und es uns in anderen Regionen noch schlimmer treffen könnte. So verschoben wir dieses Vorhaben erst einmal um ein bis zwei Tage in der Hoffnung, dass sich die Lage in den Regionen langsam entspannen wird.




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    Roger und Hilde Claßen

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