Aufbruch nach Roda de Bera


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    Auf der Flucht vor dem Unwetter


    28. Januar 2026. Nachdem wir nun zum wiederholten Mal hintereinander Nachts so gut wie nicht geschlafen hatten, packten wir am frühen Morgen in aller Eile und strömenden Regen unsere Sachen zusammen und verließen den Wohnmobilstellplatz in Puerto Deportivo Almerimar mit dem Ziel Roda de Bera. Eigentlich hatten wir diesen Platz bis zum 31. Januar fest gebucht und auch vorab schon bezahlt. Jedoch angesichts der Wetterlage und den vorausgegangen schlaflosen Nächten erschien uns das die beste Lösung zu sein.


    Die Wetterlage in Andalusien 


    Ja, es glich eher einer Flucht als einem geordneten Verlassen des Wohnmobilstellplatzes. Den Entschluss dazu fassten wir in der Nacht. Seit nun über zwei Wochen tobte der Sturm über Andalusien. Mal mehr und mal weniger. Der Regen und Windböen mit über 100 km/h. Obwohl das Wohnmobil auf Stützen stand, schwankte es hin und her. Wir hatten seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Der Preis den wir für den wunderschönen Blick auf das Meer bezahlten war nun, daß wir dort die volle “Breitseite” des Unwetters abbekamen.


    Salzwasser


    Doch es gab noch ein Problem, welches ich (Roger) noch lösen musste. Durch das Salzwasser sind die E-Bikes mit einer Salzschicht belegt worden. Das war aber nicht das schlimmste. Hildes E-Bike produzierte danach beim Start eine Fehlermeldung. Wegen des Unwetters ließ sich dieser Fehler nicht beheben. Die Lösung dieses Problems vertagten wir auf einen anderen Tag.


    Wir verlassen den Wohnmobilstellplatz


    Der Wind peitschte dass Meer dabei so stark auf, dass die hohen Wellen sich am Strand brachen und der starke Wind die Gicht bis zu unserem Wohnmobil trieb. Am Ende war die komplette Front des Wohnmobils mit einer dünnen Schicht Salz belegt. Im Vorbeifahren mussten wir dann feststellen, dass der Wohnmobilstellplatz kaum noch belegt war. Viele andere Wohnmobilisten schienen schon in der Nacht oder aber am ganz frühen Morgen den Platz schon fluchtartig verlassen zu haben. Doch bevor wir nun den Hafen mit dem Tagesziel Roda de Bera endgültig verließen fuhren wir noch durch teilweise überschwemmte Straßen zum Hafenviertel um dort bei Alex und Udo noch ein Paket für uns abzuholen.


    On the Road again (Willie Nelson)


    Dann endlich waren wir wieder auf der Straße. Noch einmal Tanken und jetzt konnte es endlich richtig losgehen. Unser Ziel war mal wieder der Ort Creixell in Roda de Bera (Tarragona). Es war uns eigentlich klar, dass wir dieses Tagesziel nicht erreichen konnten. Am Ende sollten wir Recht behalten. Aber was nun?


    Camper Park Huerta de Murcia


    Unser erster Versuch. Wir steuerten den Wohnmobilstellplatz Camper Park Huerta de Murcia an in der Hoffnung dort einen Platz zu finden. Diesen Platz fuhren wir in den letzten Jahren immer wieder an, wenn wir uns auf der Reise nach Almerimar befanden. Dort wurden wir allerdings dieses Mal komplett abgewiesen da es angeblich keinen freien Platz mehr gab. Wir waren sehr enttäuscht. Wir hätten uns auch für eine Nacht vor den Platz gestellt. Allerdings sollten wir noch einmal zum Überwintern nach Spanien fahren, werden wir diesen Platz sicher nicht mehr anfahren.

    Wir hatten keine andere Wahl. Wir mussten weiterfahren. Unterwegs irgendwo anhalten um ein paar Stunden zu schlafen. Das war unser neuer Plan. Der Stresspegel stieg. Doch es sollte anders kommen.


    Eine sehr ruhige Nacht in Alcoi


    An diesem Tag schafften wir ingesamt ca. 400 km. Es wurde Zeit zum Übernachten. Müdigkeit stellte sich ein. Bis nach Roda de Bera würden wir es an diesem Tag nicht mehr schaffen. Hilde entdeckte im Internet einen Wohnmobilstellplatz in einer Stadt in der Nähe von unserem aktuellen Standpunkt. So verließen wir die geplante Route und machten uns auf den Weg.


    Alcoi, die Stadt im Tal


    Die Stadt Alcoi befindet sich in einem Tal. Eine steile Straße führte uns direkt hinunter in diese Stadt. Durch viele enge Gassen mitten durch diese beschauliche Stadt gelangten wir irgendwie zu einem großen unbefestigten Platz, der in der Tat als der Wohnmobilstellplatz des Ortes angegeben wurde. Auf diesem riesigen Platz befanden sich nur zwei Wohnmobile. Noch einmal “Gassi gehen” und dann legten wir uns hin zum Schlafen. Aber was hörten wir da? Nichts. Nur Stille. Wie hatten wir das in den letzten Wochen vermisst. Zum ersten Mal seit Wochen schliefen wir tief und fest durch bis zum Morgen.


    Ein erholsamer Schlaf


    Wir schliefen in dieser Nacht tief und fest bis uns unsere Hunde am Morgen weckten. Als erstes machten wir einen Spaziergang mit den Hunden. Dabei konnten wir endlich bei Tageslicht sehen wo wir gelandet waren. Wir waren in einem Tal am Rande der Stadt mit der Aussicht auf eine wunderschöne Landschaft. Scheinbar empfinden die Einwohner dieser Stadt dies auch so. Vor allen Dingen Spaziergänger, Jogger und Hundebesitzer. Wir wären gerne noch geblieben. Leider hatten wir kein Wasser mehr in unserem Tank. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch diese wunderschöne Gegend und einem Frühstück verließen wir diesen Ort und machten uns auf den Weg nach Roda de Bera.


    Wieder mal in Roda de Bera


    30. Januar 2026. Wir verließen den schönen Ort Alcoi und machten uns auf den Weg nach Roda de Bera. Genau genommen nach Creixell einem Ortsteil von Roda de Bera. Natürlich wieder auf den Wohnmobilstellplatz AREA340.

    Dort war in der Tat der Platz Nr.3 noch frei. Ja es waren auch nur Zwei Plätze belegt. Das heißt in der Nähe der Ver-Entsorgungsstation. Und wir hatten dort keinen Nachbarn neben unserem Eingang. Aber auch brauchten wir zum Ver-und Entsorgen nicht unsere Standort wechseln. Leider stehen wir hier unter Bäumen. Also kein Fernsehen über den Satelliten. Aber kein Problem. Da wir über ein Smart-TV verfügen sind wir nicht auf einen Satelliten angewiesen. Der Platz verfügt zudem für die Gäste über ein sehr gutes und kostenloses WLAN.


    Eine sehr ruhige Nacht in Roda de Bera


    Endlich mal wieder eine sehr erholsame Nacht. Kein Sturm. Kein Gegröle aus den Lokalen in der Nähe von Menschen die den Alkohol zu sehr zugesprochen haben oder was auch immer sie so zu sich nehmen. Kein Geklapper von irgendwelchen Teilen an irgendwelchen Yachten. Kein Gepfeife von Segelmasten von den vielen Yachten im Hafen. Keine Schaukelei des Wohnmobils von den Stürmen. Es war eine der wenigen Nächte in den letzten Monaten in denen wir die komplette Nacht durchgeschlafen hatten.

    Und außer uns standen nur zwei Wohnmobile auf dem Platz. Ein wunderschöner Spaziergang am Strand von Roda de Bera ganz Alleine ohne irgendwelchen Begegnungen mit unseren Hunden. Und vor allen Dingen keine Begegnungen mit freilaufenden Hunden. Das Alles tat uns nach dem Stress in den letzten Monaten richtig gut. Wir waren froh an diesem Ort zu sein.



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    Roger und Hilde Claßen

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